Fika in Schweden

Die „Fika“ hat sich unter Reisenden und Urlaubern in Schweden als Legende eine Namen gemacht. Vielerorts wird auf der Arbeit, in den Cafés oder auch bei Freunden von der Fika gesprochen. Doch was verbirgt sich hinter der Fika und wann ist die beste Zeit dafür? 

Was ist eine schwedische Fika?

Die schwedische Fika erfreut sich nicht nur im Land selbst einer großen Beliebtheit, sondern gewinnt auch immer mehr Liebhaber bei Schweden-Urlaubern, die in den Genuss gekommen sind. Fika lässt sich recht einfach auf einige wichtige Elemente reduzieren – sie ist eine Kaffeepause mit etwas Süßem und mit einer oder mehreren Personen, mit denen gerne Zeit verbracht wird. Der Unterschied zwischen einer Kaffeepause in anderen Ländern und einer Fika liegt am gesellschaftlichen Stellenwert. Der Tee oder Kaffee wird anderenorts schnell oder auf dem Weg getrunken, während bei der Fika die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt steht.

Die Fika ist die ideale Möglichkeit, die sozialen Kontakte zu pflegen, Stress abzubauen und Abstand zu gewinnen. Im neueren Sprachgebrauch kann von Qualitytime gesprochen werden, die immer mehr Menschen im Alltag suchen.

Wann ist Fika-Zeit?

Das Faszinierende an der Fika ist, dass sie keine zeitliche Beschränkung besitzt. Im Grunde kann eine Fika morgens, mittags oder abends genossen werden, wenn es gerade zeitlich passt. Dieses außergewöhnliche soziale Phänomen ist in Schweden hoch angesehen und wird selbst auf Arbeit nicht kritisiert. Der Ort spielt dabei eine untergeordnete. Neben dem klassischen Austausch mit Kollegen auf der Arbeit kann die Fika auch als Date funktionieren, zu Hause mit Freunden oder in einem gemütlichen Café genossen werden. Der zeitliche Rahmen ist eigentlich nicht eingeschränkt, da die Qualitätszeit unbegrenzt ist. Auf der Arbeit stellen 15 bis 30 Minuten Fika grundsätzlich kein Problem dar.

Was isst man zur Fika?

Die Fika wird in Schweden gerne genutzt, um neben dem Kaffee dem Körper auch Zucker zuzuführen. Diese Energiezufuhr erfolgt oftmals durch die beliebte Zimtschnecke (Kanelbullar), aber auch Kuchen und Kekse stehen in Schweden hoch im Kurs. Gerade in den Cafés haben Gäste eine riesige Auswahl zur Ausgestaltung der Fika. Havreflarn (Haferkekse), Apelsinsnittar (Orangen-Mandel-Streifen), Syltgrottor (Marmeladenplätzchen) und Kardemummakaka (Kardamom-Kuchen) sind Klassiker der Fika. 

Alingsås als Fika-Hauptstadt

Die Kleinstadt Alingsås in Schweden mit gerade einmal 30.000 Einwohnern wird überraschend in Schweden auch als Fika-Hauptstadt bezeichnet. Dieser Umstand ist aber allein auf den Umstand zurückzuführen, dass sie pro Kopf die meisten Cafés in Schweden hat. Grundsätzlich ist die Fika so populär, dass sie an allen Orten im Land eine wichtige Rolle einnimmt. 

Vill du fika – das schwedische Missverständnis

Wenn Urlauber oder Besucher in Schweden nach „vill du fika“ gefragt werden, klingt es für einen Deutschen oftmals missverständlich, der nicht der schwedischen Sprache mächtig ist. Vielmehr handelt es sich um die Einladung zur Fika, um gemeinsam bei Kaffee und Kuchen eine schöne Zeit zu verbringen.

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